Impfungen

Bei Reisen in ein tropisches Land und einem Leben als Freiwillige unter einfach(st)en Bedingungen sind Impfungen ein wichtiges Thema, über das man sich rechtzeitig, das heißt mindestens ein halbes bis dreiviertel Jahr vor Reisebeginn informieren sollte. Am besten vereinbart man hierzu einen Termin mit einem Reisemediziner oder nutzt die Reiseimpfberatung des Hausarztes, der natürlich über entsprechende Erfahrung verfügen sollte.

Je nach Art des Reisens (Rucksack, geführte Tour etc.), der Unterkunft (Hostel, Hotel etc.), den bereisten Gegenden, des Umgangs mit Tieren, Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, Lang- oder Kurzzeitaufenthalte wird der Reisemediziner oder Hausarzt eine entsprechende Empfehlung für oder gegen eine Impfung aussprechen.

Da sich das Infektionsrisiko ändern kann, sollte man auch bei einer erneuten Reise sich beim Arzt erkundigen, ob es neue Impfempfehlungen gibt und noch ausreichend Impfschutz aufgrund einer früheren Reiseimpfung besteht – zumal die meisten Impfungen nur über einen bestimmten Zeitraum wirksam sind und immer wieder aufgefrischt werden müssen.

Auch ist darauf zu achten, aus welchem Land man einreisen wird. Es kann nämlich sein, dass dann bestimmte Impfungen bei Einreise nachgewiesen werden müssen, wie dies beispielsweise bei Gelbfieber der Fall ist.

Für meinen einjährigen Aufenthalt in Bolivien habe ich mich gegen folgende Krankheiten bzw. Erreger impfen lassen, die auch den Empfehlungen des Centrums für Reisemedizin entsprechen:

  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • Gelbfieber
  • Tollwut
  • Cholera
  • Typhus
  • Meningokokken Serotypen A, C, W135, Y

Neben diesen reisetypischen Impfungen habe ich meinen Impfschutz gegen Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten (Pertussis), Tetanus und Diphtherie prüfen und ggf. auffrischen lassen. Gegen manche Krankheiten kann man sich allerdings (noch) nicht impfen lassen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Malaria
  • Dengue
  • HIV/AIDS
  • Chikungunya
  • Zika
  • Leptospirose

Um sich bei diesen Krankheiten vor einer Ansteckung zu schützen, ist daher wichtig, dass man sich über die Ansteckungsmöglichkeiten und den Schutz vor Ansteckung im Vorfeld informiert hat und dies auch vor Ort entsprechend berücksichtigt.

Hilfreiche und vor allem aktuelle Informationen über Infektionsrisiken und sonstige Gesundheitsfragen geben auch die Länderinformationen des Auswärtiges Amts.

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